Prozessfilter mit MINIMESH® S-Filtergewebe

Metallfilter zur Wasseraufbereitung

Haver & Boecker produziert Metalldrahtgewebe für unterschiedliche Anwendungsbereiche und bringt es unter anderem für die Aufbereitung von Trinkwasser, Meerwasser, Ballastwasser sowie Schmutzwasser individuell in Form. Der oftmals mehrlagige Aufbau dieser Filter und Formteile sowie der Produktionsablauf basieren auf den Vorgaben des Kunden, gepaart mit dem Qualitätsanspruch von Haver & Boecker. Bei der eingesetzten Filterlage handelt es sich je nach gewünschter durchlässiger Porengröße und benötigter Durchflussleistung um ein Gewebe mit Quadratmaschen oder um MINIMESH® S-Filtergewebe.

MINIMESH® S-Filtergewebe von Haver & Boecker zeichnen sich durch problemlose Weiterverarbeitung, leichte Reinigung und eine sehr lange Lebensdauer aus. Ihre Geometrie und damit ihre Filterstruktur ist im Gegensatz zu denen von Faservliesen aus Papier, Kunststoff- und Metallfasern über die gesamte Filterfläche absolut gleichmäßig.


Aufgrund der eingesetzten metallischen Werkstoffe sind MINIMESH® Metall-Filtergewebe gegenüber chemischen und physikalischen Einflüssen äußerst widerstandsfähig. Auch nach der Verarbeitung zu Filterkerzen, Zylindern, Stanzteilen oder anwendungsspezifischen dreidimensionalen Formen bleibt die vorherbestimmte Charakteristik erhalten. Industrielle Filtrationsprozesse laufen damit dauerhaft stabil, präzise, energieeffizient und insgesamt wirtschaftlich.

Reale Partikelgrößen und deren Bewertungsmethoden

In der Filtration wird oftmals der Begriff „Filterfeinheit“ als Maß für die maximale Größe eines Partikels angegeben, das ein Filtermedium passieren kann. Jedoch wird oft verkannt, dass viele Einflussfaktoren die Filterfeinheit eines Mediums bestimmen. So haben z.B. Partikelform, Mess- und Auswerteverfahren sowie Umgebungsbedingungen Einfluss auf die Partikelbewertung. Aus diesem Grund betrachtet Haver & Boecker für die optimale Filterauslegung die größte geometrisch ermittelte Porengröße (Xmax), die das Gewebe gerade noch passieren kann.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für mechanische Verfahrenstechnik an der Universität Stuttgart war Haver & Boecker im Rahmen von AVIF-Projekten an der Entwicklung der  mathematischen Gleichung  beteiligt, auf der die Bestimmung der geometrischen Pore basiert. Geometrisch bestimmbare Drahtgewebe qualifiziert Haver & Boecker zusätzlich anhand des Glasperlentests, der sich branchenübergreifend als maßgebliches Prüfverfahren für die maximale Porengröße („filter cut point“) etabliert hat. Auf diese Weise können Kunden die Gewebesorten untereinander bewerten und vergleichen.

Matrix der unterschiedlichen MINIMESH® S-Filtergewebe

MINIMESH® S-Filtergewebe werden zur Filtration, Fluidisierung, Trocknung, Abschirmung sowie für unterschiedliche thermische, elektronische und akustische Anwendungen eingesetzt. Diese Varianz spiegelt sich auch in der Vielzahl an Gewebesorten wider, die Haver & Boecker im eigenen Hause entwickelt und produziert. Nicht nur Partikeleigenschaften wie die geometrische Porengröße sind für die Auswahl eines Filtergewebes entscheidend, sondern auch die gute Durchströmbarkeit der Gewebe bei geringem Druckverlust. Der hierfür aussagekräftige Druckverlustbeiwert Zeta wird ebenfalls berechnet. Dabei gilt: Je kleiner der Wert Zeta, desto geringer ist der Druckverlust.

Aufgrund ihrer Webart erzielen MINIMESH® HIFLO-S Filtertressen von Haver & Boecker eine sehr hohe Anzahl an Poren pro Fläche. Die zuletzt entwickelte HIFLO 10-S eignet sich besonders für die Wasserfiltration. Sie ermöglicht vor allem bei feinsten Partikeln mit einer geometrischen Porengröße von 10 µm eine hohe Durchflussleistung und weist aufgrund der geringen Verblockungsneigung und des festen Gewebeverbunds eine lange Lebensdauer auf.


Filter und Formteile | Tel.: +49 (0) 25 22 - 30 522 | Fax: +49 (0) 25 22 - 30 404 | fuf@haverboecker.com
Top